Die Rasse gehört zu den ältesten Pferderassen der Welt und soll ca. 5000 Jahre alt sein. Der Name Lusitano wurde von Lusitana, dem alten lateinischem Namen für Portugal, abgeleitet.

Über die Jahrhunderte gab es verschiedene Einflüsse. In den Adern der heutigen Lusitanos fließt Berber sowie auch Araber-Blut.

Mit der Eröffnung eines eigenen Stutbuches wurde das Zuchtprogramm in Portugal stark verbessert. Dabei wurde besonders sorgfältig auf den Erhalt der typischen Lusitano Merkmale - Mut und Kraft - geachtet. Genau diese Merkmale sind es, die den Lusitano zum idealen Stierkampfpferd machen. Aber auch der schnelle und wendige Lusitano muss sorgfältig für diese Aufgabe ausgebildet werden, damit es zu keinen Verletzungen kommt, denn dies wird in Portugal als Schande angesehen.
 

Diese Pferde werden heute noch im Stierkampf eingesetzt und selbst die besten spanischen Stierkämpfer reiten mit einem Lusitano in den Kampf. Dies hat seine Gründe. Diese Pferde gehen mit ihrem Reiter durchs Feuer.

Bis heute findet eine sehr selektive Zucht statt. Wie bei den Warmblütern auch müssen Lusitanos auf einer Zuchtshow bewertet und auch gekört werden um überhaupt zur Zucht zugelassen zu werden. Hengste werden meist auch erst dann zur Zucht eingesetzt wenn sie sich bewährt haben, im Sport oder beim Stierkampf. Die Hengste werden häufig schon 3 oder 4 Jährig vorgestellt und gekört. Es wird das Exterieur sowie die Bewegungen bewertet.

Es gibt vier Basis Blutlinien:

- Veiga

- Coimbra

- Alter

- Andrade

Ein Menschenleben ist zu kurz um die ganzen Hintergründe der Zucht zu verstehen und vor allem welche Blutlinien in Kombination welche Pferde hervor bringen.

Was für diese Rasse auch absolut charakteristisch ist, sie sind Spätentwickler. Selbst ein 6 oder 7 Jähriger Hengst ist noch nicht am Ende seines Potentials. Häufig erkennt man die Pferde nicht mehr wieder wenn man sie 3 Jährig das erste mal gesehen hat und sie irgendwann später nochmal zu Gesicht bekommt.

 

 

 

   

Trovador 3 Jahre

 

Trovador 9 Jahre